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Die etwas andere Geschichte der Wissenschaft

Filmclips 1960-1979

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1961 Maus mit Kiemen (Buch 2, S. 121)

Für diese Szene aus dem Tiefsee-Thriller "Abyss" liess Regisseur James Cameron das Experiment mit der Flüssigkeitsatmung wiederholen. Die Ratte in diesem Ausschnitt wird in Fluorkarbon getaucht, eine Flüssigkeit, die Sauerstoff enthält, sodass sie darin atmen kann.

1962 Der Höhlenmensch (Buch 2, S. 127)

 

1962 verbrachte der 22-jährige Geologe Michel Siffre 58 Tage alleine und ohne Uhr in einer Höhle in Frankreich. Er wollte mehr über die innere Uhr des Menschen herausfinden. Als er die Höhle verliess, glaubte er, es seien bloss 33 Tage gewesen.


1963 Stierkampf mit Fernsteuerung (Buch 1, S. 179)

Der spanische Neurowissenschafter José M. R. Delgado war der Ansicht, dass die elektrische Stimulation des Gehirns der Schlüssel zum Verständnis der biologischen Grundlagen des Sozialverhaltens sei, und er war bereit dazu, seine Überzeugung auf riskante Art und Weise zu belegen.

An einem Frühlingsabend im Jahr 1963 stand er Lucero gegenüber, einem 250 Kilogramm schweren Kampfstier des Gutsbesitzers Ramón Sánchez, der ihm die kleine Übungsarena auf seinem Hof La Alamirilla in Córdoba für das Experiment überlassen hatte. Als Lucero auf ihn zu rannte, drückte er einen Knopf an der Fernsteuerung, was ein vor dem Experiment im Gehirn von Lucero montiertes Implantat einschaltete. Alle Agressivität fiel augenblicklich von Lucero ab, er bremste ab und trottete gemächlich davon. Schauen Sie selbst.

1964 Warum hilft niemand? (Buch 2, S. 130)

Je mehr Leute anwesend sind, desto geringer wird die Chance,, dass jemand eingreift. Der sogenannte Bystander-Effekt ist eine sehr tief verankerte Verhaltensweise das Menschen.

1967 Wie ein nicht-funktionierender Lügendetektor funktioniert (Buch 2, S. 148)

 

Mit der von Harold Sigall entwickelten Bogus-Pipeline-Methode kann man Leute vom Lügen abhalten. Sigall liess aus Elektroschrott eine funktionslose aber kompliziert aussehende Maschine bauen, an die er seine Versuchspersonen anschloss, und behauptete, sie könnte wahre von falschen Aussagen unterscheiden. Aus lauter Angst, von einer Maschine als Lügner entlarvt zu werden, trauten sich die Leute nicht zu lügen.

Diesen Trick wendet in dieser Szene auch der Polizeidetektiv Bunk aus der HBO-Serie The Wire  an.

1968 Das Lange Warten auf zwei Marshmallows (Buch 2, S. 153)

Der sogenannte Mashmallowtest des Psychologen Walter Mischel zeigte eine erstaunliche Voraussagekraft. Kinder die im Alter von fünf Jahren eine kleine sofortige Belohnung (ein Marshmallow) gegen eine spätere grössere (zwei Marshmallows) aufschieben konnten, kamen später besser durchs Leben. Sie waren stressresistenter, ausgeglichenerund selbstbewusster.

1969 Der Affe im Spiegel (Buch 1, S. 195)

Unten ein kurzer Dokumentarfilm von National Geographic über die Fähigkeit von Menschen und Affen, sich selbst zu erkennen. Auch Gordon Gallups berühmtes Spiegelexperiment kommt darin vor.







Hier Aufnahmen von einem kürzlich durchgeführten Test mit Elefanten.

1971 Das Gefängnis des Professors (Buch 1, S. 211) 

 

Im Frühling 1971 gab der Sozialpsychologe Philip Zimbardo in der Palo Alto Times eine Annonce auf: "Männliche Studenten gesucht für psychologische Untersuchung des Gefängnislebens. $15 pro Tag für 1–2 Wochen vom 14. Aug. an. Für weitere Informationen & Bewerbungen melden Sie sich im Zimmer 248, Jordan Gebäude, Stanford U." Was dann geschah, ist heute unter dem Namen Stanford-Prison-Experiment bekannt und erklärt , wie rechtschaffene Menschen zu Monstern werden können. Schauen Sie sich diese BBC-Dokumentation an mit den eindrücklichen Originalaufnahmen das Experiments.

Links eine Aufzeichnung von einem Vortrag Zimbardos  über die Parallelen zwischen dem Stanford-Prison-Experiment und den Vorkommnissen im Gefängnis Abu Ghraib in Bagdad. Zimbardo trat vor Militärgericht als Experte für die Verteidigung eines Soldaten auf, der irakische Kriegsgefangene misshandelt hatte, und kennt die Details des Falls wie kein anderer.

1971 Galileo auf dem Mond (Buch 1, S. 219) 

Am 2. August 1971 ließ der Astronaut David Scott auf Mond gleichzeitig eine Feder und einen vierzigmal schwereren Hammer fallen. Beide landeten gleichzeitig auf der Mondoberfläche. Er führte damit vor, was immer wieder schwer zu gauben ist: Die Fallgeschwindigkeit eines Gegenstands hängt nicht von dessen Masse ab.

1976 Streit um Leben auf dem Mars (Buch 1, S. 244) 

 Es war der 28. Juli 1976, als dreihundertdreißig Millionen Kilometer von der Erde entfernt ein Greifarm ausfuhr, um eine der größten Fragen der Menschheit zu klären. Eine kleine Schaufel füllte eine Hand voll Marsstaub in den Trichter, der zum Biologiemodul von Viking 1 führte. In diesem Teil des Marslandegeräts waren drei Experimente untergebracht, die Gewissheit hätten schaffen sollen: Gibt es Leben auf dem Mars? Stattdessen verfolgen die Resultate den Wissenschaftler Gilbert Levin seit 28 Jahren bis in den Schlaf. Sein Leben wurde zum Kreuzzug gegen die amerikanische Raumfahrtorganisation NASA, die die Wahrheit oder was Levin dafür hält unterdrückt.

"Der einzige widerspruchsfreie Schluss aus allen bekannten Fakten ist, dass das Experiment mit markiertem Kohlenstoff im Marsboden Mikroorganismen entdeckt hat", sagt Gilbert Levin.

Hier gibt es einen kurzen Dokumentarfilm über die Viking-Mission.